Kinderhaus 3+1 in Markt Schwaben

Neubau eines Kinderhauses 3+1 in Markt Schwaben
Heribert-Schmid-Weg Markt Schwaben

Auftraggeber: Marktgemeinde Markt Schwaben
vertreten durch 1. Bgmst. Georg Hohmann
Schlossplatz 2
85570 Markt Schwaben
Architekten PSA Pfletscher und Steffan
LPH 1 – 8
Planungs- und Bauzeit 02/2018 – 02/2020
Baukosten KG 300 + 400: 2,4 Mio Euro
KG 200 – 700: 3,3 Mio Euro
Nutzfläche 983 m2
BGF 1206 m²
   

Städtebau

Das Grundstück FlNr. 425 liegt am östlichen Ortsrand der Marktgemeinde Markt Schwaben. Die Verkehrserschliessung  erfolgt über den direkt nordöstlich anschließenden Heribert-Schmid-Weg. Die Umgebung des Baugrundstückes ist städtebaulich sehr heterogen geprägt. Gebäude unterschiedlicher Maßstäbe und Nutzungen befinden sich in unmittelbarer Nähe des geplanten Neubaues. Im Norden ein Supermarkt, im Südosten eine eingeschossige Kinderkrippe bilden die unmittelbare bauliche Nachbarschaft. Um zwischen den unterschiedlichen Höhen der benachbarten Gebäude zu vermitteln und um das Raumprogramm inklusive der Erweiterung auf dem Grundstück realisieren zu können, ist der Neubau als 2-geschossiger Baukörper geplant. Der Neubau wird dabei auf dem nördlichen Teil des Grundstückes platziert, um den südlichen Teil uneingeschränkt als Freifläche für den Kindergarten/-hort zur Verfügung zu stellen.

Gebäude

Als freistehendes Gebäude fügt sich der Neubau in die bauliche Umgebung (offene Bauweise) ein und entspricht auch mit seinem Erscheinungsbild (Flachdach und Holzfassaden) der Nachbarbebauung. Der Zugang erfolgt von Nordosten über den Heribert-Schmid-Weg, an dem auch die pflichtigen Stellplätze (in Teilen bereits realisiert) liegen. Die innere Organisation ist funktional und gewährleistet kurze Wege zwischen den einzelnen Funktionsbereichen. Im Bereich des Zuganges sind das Büro der Leitung im Erdgeschoss und der Personalbereich im Obergeschoss situiert. Alle Aufenthaltsräume der Kinder sind einer nach Südwesten orientierten Raumspange angeordnet; die einzelnen Räume sind miteinander verbunden und ermöglichen es ein breites pädagogisches Betreuungsangebot anzubieten. Alle anderen untergeordneten Nutzungen sind in einer nach Nordosten orientierten Raumspange angeordnet.Das abgestimmte Fluchtwegekonzept ist im Hinblick auf die Kosten und den Betrieb der Einrichtung optimiert geplant.

Konstruktion

Der Neubau wird in Mischbauweise errichtet. Die Tragstruktur besteht aus Stahlbeton, die Außenhülle (Wände und zum Teil Dach) bestehen aus einer sehr stark gedämmten Holzkonstruktion. Durch die optimale Nutzung der jeweiligen Eigenschaften von Beton und Holz ergeben sich Vorteile im Hinblick auf die Kosten, die Bauzeit, den Brandschutz, das Raumklima und die Energieeffizienz. Das Flachdach ist mit einer extensiven Begrünung geplant. Eine Photovoltaikanlage kann aufgrund der Orientierung des Neubaues unter annähernd idealtypischen Bedingungen realisiert werden.

Fotos: Michael Heinrich, München